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Zweitakt- / Viertaktmotor

In Motorräder werden sowohl Zwei- als auch Viertaktmotoren eingebaut. Zweitaktmotoren werden jedoch eher bei kleinen Maschinen verwendet, weil sie klein, leicht und günstig sind und in der Regel nicht viel Sprit verbrauchen. Am häufigsten findet man Zweitaktmotoren heute in sehr kleinen Krafträdern wie Mofas oder Rollern. Außerdem werden Sie in kleinere Rennmaschinen und Geländemaschinen (Enduros) eingebaut. Nachteile sind, dass sie schlechte Abgaswerte, laut sind und nicht so lange halten. Zweitakter haben darüber hinaus einen schlechteren Wirkungsgrad. Um ähnliche Leistungswerte wie ein vergleichbarer Viertakter zu erzielen, müssen Zweitaktmotoren mit viel höherer Drehzahl laufen. Viertaktmotoren werden für Motorräder in der Regel ab einem Hubraum von 125 Kubikzentimeter (ccm) eingesetzt. Sie haben den Vorteil, dass sie leiser sind, keine so hohen Drehzahlen benötigen wie Zweitakter, mehr Drehmoment haben und länger halten - dafür kosten Viertakter mehr. Wenn ein Motor viel Drehmoment hat, bedeutet das, dass er schon bei niedrigen Drehzahlen stark beschleunigen kann. Meistens haben Motoren mit viel Hubraum auch viel Drehmoment. Weil Viertakter mehr Teile haben und größer sind als Zweitakter sind sie auch schwerer.

Ein direkter Vergleich zwischen Zwei- und Viertaktern hat bei Motorrädern aber nicht viel Sinn, weil bei großen Maschinen fast ausschließlich Viertaktmotoren verwendet werden und bei ganz kleinen fast ausschließlich Zweitakter.

Leistung

Viele prahlen gern mit vielen "Pferdestärken" (PS). Obwohl eigentlich Kilowatt (KW) die offizielle Einheit ist, in der Leistung gemessen wird, geben Motorenhersteller meist auch die PS-Zahl an. Ein PS entspricht in etwa 0,74 Kilowatt (KW). PS-starke Krads beschleunigen schneller und erreichen größere Endgeschwindigkeiten, verbrauchen jedoch in der Regel auch mehr Sprit als solche mit schwächerem Motor (siehe Produktmerkmal Verbrauch). Bei Motorrädern genügt schon sehr wenig Leistung, um (im Vergleich zum Auto) sehr gute Beschleunigungswerte zu erreichen. Ein Motorrad mit 80 PS (rund 60 KW) zum Beispiel kann den Sprint von Null auf 100 km/h in unter vier Sekunden schaffen - das erreicht unter den Autos gerade mal ein Supersportwagen mit mehreren hundert PS Leistung. Das liegt daran, dass Motorräder um ein vielfaches leichter sind als Autos.

Hubraum

Der Hubraum wird von Herstellern in Kubikzentimeter (ccm oder cm³) angegeben. Je mehr Hubraum ein Motor hat, desto mehr Drehmoment und Leistung kann man aus dem Motor herausholen.

Drehmoment

Ein Motor mit einem hohen Drehmoment, das in Newtonmetern (Nm) angegeben wird, benötigt keine hohen Drehzahlen, um viel Kraft abzugeben. Weil Motorräder im Vergleich zu Autos sehr leicht sind, brauchen sie lange nicht so viel Kraft wie ein Auto. Darum haben Motorräder-Motoren auch in der Regel ein vergleichsweise geringes Drehmoment. Als Faustregel kann man sich merken: Je mehr Hubraum pro Zylinder ein Motor hat, desto mehr Drehmoment hat er und desto weniger Drehzahl wird benötigt. Außerdem ist ein hohes Drehmoment immer ein gutes Merkmal bei einem Motor, weil große, langsamer drehende Motoren in der Regel auch langsamer verschleißen als kleinere, die höhere Drehzahlen aushalten müssen.

Bremsen

Es gibt im Wesentlichen zwei Bremssysteme: Scheibenbremsen und Trommelbremsen. Scheibenbremsen erzielen höhere Bremswirkung, dafür aber auch teurer.

Verbrauch

Hersteller geben den Verbrauch in Liter pro hundert Kilometer an. Der Verbrauch eines Motors hängt direkt mit Leistung, Hubraum und Fahrweise zusammen. Außerdem kommt es darauf an, in welchem Gebiet man hauptsächlich unterwegs ist: In der Stadt verbraucht man am meisten Sprit, auf der Landstraße schon weniger und auf der Autobahn am wenigsten. Hersteller geben immer diese drei Verbrauchswerte und einen Mittelwert an, wobei diese Werte spritsparende Fahrweise voraussetzen und teilweise in der Praxis nicht zu erreichen sind. Darum sollte man sich von allzu niedrigen Verbrauchsangaben in einem Hersteller-Prospekt nicht blenden lassen.

Typen

Es gibt viele verschiedene Motorradtypen, die sich im Wesentlichen durch ihre Bauform unterscheiden.

* Straßenmotorräder: für asphaltierte Straßen, aufrechte Sitzposition, gut für lange Strecken
* Chopper: nicht zum Rasen, eher zum cruisen, breite Sitzposition, häufig große Motoren, weiche Dämpfung
* Cruiser: ähnelt dem Chopper, nur ein wenig alltagstauglicher
* Naked Bike: der Name beruht auf der fehlenden Verkleidung
* Allrounder: bezeichnet Motorräder, die aufgrund ihrer Bauweise Fahrspaß vermitteln und dennoch alltagstauglich sind
* Cafe-Racer: der Name kommt von einem Londoner Cafe, wo sich in den 60ern Biker trafen, die Ihre Motrräder frisierten und illegale Rennen damit fuhren. Motorräder, die in einer bestimmten Art und Weise optisch und technisch an diese frisierten Motorräder der 60er Jahre angelehnt sind, heißen Cafe-Racer
* Streetfighter: gelten als die Nachfolger der Cafe-Racer
* Tourer: darauf ausgelegte Motorräder, lange Strecken komfortabel zurücklegen zu können
* Sporttourer. sportlich betonte Motorräder, die auch alltagstauglich sind
* Supersportler: kompromisslos sportlich getrimmte Motorräder: geduckte Sitzposition, vollverkleidet, starker Motor, harte Dämpfung
* Supermoto: ursprünglich Motorräder einer Rennsportserie mit langem Federweg, es gibt auch welche mit Straßenzulassung.

Geländemotorräder

* Enduro: Geländemaschine mit Straßenzulassung, langer Federweg, aufrechte und hohe Sitzposition.
* Motocross: Geländemaschinen, die aussehen wie eine Enduro, jedoch kompromisslos für den Einsatz im Gelände gebaut sind und daher keine Straßenzulassungen haben

Sonderformen

* Gespann: Motorräder mit Beiwagen.
* Dragster: Motorräder ohne Straßenzulassung speziell für Beschleunigungsrennen.
* Pocket Bike: Minimotorräder, die nicht im Straßenverkehr zugelassen sind.


ABS

Seit 1988 ist das Anti-Blockier-System "ABS" auch für Motorräder erhältlich. Es verhindert, dass die Räder bei einer Vollbremsung blockieren, was den Bremsweg erheblich verkürzt.

Getriebe

Manuelle Schaltgetriebe
Die meisten Motorräder haben manuelle Schaltgetriebe. Die Kupplung wird über einen Bowdenzug und einen Griff am Lenker betätigt, das Hoch- und Runterschalten erfolgt mit dem Linken Fuß über einen Hebel oder eine Wippe an der Fußraste.

Automatik
Einige Motorräder sind mit einer stufenlosen Automatik zu haben. Diese sind bequemer zu fahren, vermitteln aber nicht so viel Fahrspaß, weil sie indirekter sind. Kupplung und Schalthebel fallen bei diesen Motorrädern weg. Automatikbetriebene Motorräder mit einem größeren Hubraum als 125 ccm sind jedoch extrem selten.


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